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Naschen erlaubt: Zucker und alternative Süßungsmittel



Bis zu 50g täglich an Haushaltszucker oder Honig sind bei Diabetes erlaubt. Naschen ist also nicht verboten: Bei Diabetes darf Zucker bis zu 10% der Tagesenergie liefern.

Süße Lebensenergie: Kohlenhydrate

Kohlenhydrate sind nichts anderes als Zuckerbausteine in unterschiedlicher Zusammensetzung. Ein Überblick mit Beispielen:

Einfachzucker

Einfachzucker gehen direkt ins Blut und können daher bei Unterzucker lebensrettend sein:
  • Traubenzucker (Glukose): Baustein für Zwei- und Mehrfachzucker
  • Fruchtzucker (Fruktose): in Obst und Honig
  • Schleimzucker (Galaktose): in Muttermilch oder laktosefreier Milch

Zweifachzucker

Zweifachzucker werden in Einfachzucker gespalten und dann erst ins Blut aufgenommen. Ihre Wirkung auf den Blutzucker ist unterschiedlich:
  • Haushaltszucker (Sacharose): z.B. in Honig oder Limonade, führt zu einem schnellen Blutzuckeranstieg. In Verbindung mit Fett (z.B. Schokolade, Milcheis) kommt es dagegen zu einem langsamen Blutzuckeranstieg.
  • Milchzucker (Laktose): z.B. in Milch, Käse, Joghurt führt zu einem langsamen Blutzuckeranstieg.

Vielfachzucker

Vielfachzucker werden mehrfach aufgespalten oder nicht verwertet. Der Blutzucker steigt sehr langsam oder gar nicht:
  • Stärke: z.B. in Vollkornprodukten, Gemüse, Hülsenfrüchten führt zu einem sehr langsamen Blutzuckeranstieg.
  • Ballaststoffe: z.B. Zellulose-Fasern und -Schalen oder Pektin aus pflanzlichen Nahrungsmitteln führt zu keinem Blutzuckeranstieg.

Alternative Süßungsmittel: Süßstoff und Zuckeraustauschstoffe

Menschen mit Diabetes müssen auf Süßes nicht verzichten: Es gibt genügend alternative Süßungsmittel mit geringem Energiegehalt, die den Blutzucker nur gering oder gar nicht erhöhen. Doch nicht jeder Zuckerersatz ist als Süßungsmittel bei Diabetes geeignet. Die süßen Alternativen im Überblick:

Süßstoff
Die Süßkraft von Süßstoff ist deutlich stärker als von Sacharose (Haushaltszucker). Süßstoff ist kalorienfrei, d.h. hat keine Wirkung auf den Blutzucker: Aspartam, Acesulfam-K, Cyclamat, Neohesperidin DC, Sacharin, Sucralose, Thaumatin sind gute Alternativen zum Zucker.

Zuckeraustauschstoffe
Fruktose und die Zuckeralkohole Lactit, Isomalt, Maltit, Mannit, Sorbit, Xylit zählen zu den Zuckeraustauschstoffen. Diese erhöhen den Blutzucker zwar nur langsam, enthalten aber leider Kalorien. Weiterer Nachteil: Zuckeralkohole können Blähungen und Durchfall verursachen. Für Diabetiker haben Zuckeraustauschstoffe daher keine Vorteile.

Info
Der Produktzusatz "zuckerfrei" bedeutet nicht "kalorienfrei": Mit Zuckeralkoholen gesüßte Produkte mit einem Energiegehalt von 2,4kcal/g dürfen laut Gesetz den Zusatz "zuckerfrei" tragen.

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