Phytoöstrogene
Bestimmte pflanzliche Inhaltsstoffe besitzen östrogenähnliche Wirkung, weshalb man diese als Phytoöstrogene (oder auch Phytoserms) bezeichnet. Ihre Östrogenwirkung ist allerdings wesentlich schwächer als die künstlich zugeführter Östrogene (0,1% der Östradiolwirkung). Sie haben an den Östrogenrezeptoren des Körpers sowohl aktivierende als auch hemmende Effekte. Des weiteren wirken sie antioxidativ.Die bekanntesten Phytoöstrogene sind
Isoflavone,
Lignane und
Coumestane. Isoflavone kommen hauptsächlich in Hülsenfrüchten wie Sojabohnen und in Rotklee vor. Die wichtigsten Vertreter der Isoflavone sind Genistein und Daidzin. Lignane finden sich vor allem in Leinsamen, Vollkorn, Beeren und Flachssamen.
Auch wenn gesicherte Beweise noch fehlen, so vermögen Isoflavone jedoch wahrscheinlich das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie insbesondere das Brustkrebsrisiko zu senken. Auch positive Effekte bei leichten Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen, Schlafstörungen und depressive Verstimmungen werden vermutet. Diese Vermutungen stützen sich vor allem auch auf Beobachtungen japanischer Frauen mit hohem Konsum von Sojaprodukten, bei denen die genannten Erkrankungen bzw. Beschwerden deutlich seltener auftreten als in Europa. Relativ gut gesichert ist der schützende Effekt der Isoflavone vor der Entwicklung einer Osteoporose.