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Humane Papillomaviren (HPV)



Die Gruppe der Humanen Papillomaviren (HPV) unterteilt sich in viele verschiedene Viren-Typen, die überwiegend Haut- und Schleimhautzellen infizieren. Die Viren sind weit verbreitet und werden je nach Typ auf verschiedenen Wegen übertragen.

Symptome einer Infektion mit Humanen Papillomaviren

Ein Großteil aller Frauen bekommt im Laufe ihres Lebens eine HPV-Infektion. Oft bleibt die Infektion mit Humanen Papillomaviren jedoch unbemerkt, da das Immunsystem die Erreger erfolgreich abwehren kann. Außerdem verursacht eine HPV-Infektion in der Regel keinerlei Beschwerden. Meist sind die Viren nach der Infektion auch lange Zeit inaktiv, bis sie eine Veränderung der Haut oder Schleimhäute hervorrufen. Einige Typen führen dann zu harmlosen Erkrankungen wie Warzen auf der Haut. Bestimmte Typen, die überwiegend beim Geschlechtsverkehr durch direkten Haut- oder Schleimhautkontakt übertragen werden, sind für Genitalwarzen verantwortlich und können Krebs an Geschlechtsorganen und Afterverursachen.

Bei Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) sind Humane Papillomaviren sogar in über 90 Prozent der Fälle für die Entstehung der bösartigen Tumoren verantwortlich. Heute weiß man, dass es sich beim Auslöser von Gebärmutterhalskrebs meist um die HPV-Hochrisiko-Typen 16 und 18 handelt.

Diagnostik der HPV-Infektion

Der Arzt kann eine Infektion mit Humanen Papillomaviren beziehungsweise bereits bestehende Zellveränderungen mithilfe eines sogenannten PAP-Tests, eines HPV-Tests oder einer Gewebebiopsie feststellen. Sowohl beim PAP-Test als auch beim HPV-Test entnimmt der Frauenarzt Zellen vom Gebärmutterhals und lässt die Probe im Labor auf Viren – vor allem auf HPV-Hochrisiko-Typen – untersuchen.

Heilung einer Infektion mit Humanen Papillomaviren

Bis sich hochgradige Zellveränderungen entwickeln, dauert es ab der Infektion mit Humanen Papillomaviren etwa fünf bis sieben Jahre. In diesem Zeitraum ist es möglich, dass sich die Zellveränderungen innerhalb von wenigen Monaten bis zwei Jahren von selbst zurückbilden – vor allem wenn die Zellveränderungen nur geringfügig sind, die Immunabwehr der Betroffenen intakt ist und es sich um eine jüngere Frau unter 35 Jahren handelt. Bestehen bereits hochgradige Krebsvorstufen, ist eine solche spontane Heilung jedoch eher unwahrscheinlich. 

Aktiv therapieren lässt sich eine HPV-Infektion nicht. Lediglich Genitalwarzen, die nicht von selbst abheilen, können behandelt werden – zum Beispiel mithilfe von Salben, einer Kältebehandlung oder einem ambulanten Eingriff mit Laser.

HPV-Infektionen vorbeugen

Wichtig ist, dass Jugendliche frühzeitig über die Infektion mit Humanen Papillomaviren und deren mögliche Folgen informiert werden. Das kann beispielsweise durch die Eltern, den Frauen-, Kinder- oder Hausarzt, in der Schule oder durch die Medien passieren. Eine weitere Maßnahme zur Vorbeugung einer HPV-Infektion ist die konsequente Verwendung von Kondomen, denn auf diese Weise lässt sich das Infektionsrisiko beim Geschlechtsverkehr erheblich minimieren – auch wenn Kondome keinen absoluten Schutz bieten können.

Eine weitere Möglichkeit der Vorsorge stellt eine Schutzimpfung gegen die beiden häufigsten krebsauslösenden HPV-Typen 16 und 18 dar. Denn in etwa 70 Prozent aller Fälle wird Gebärmutterhalskrebs von diesen beiden HPV-Typen verursacht. Die Ständige Impfkommission des Robert Koch-Instituts empfiehlt die Impfung für Mädchen im Alter von 12 bis 17 Jahren.

Weitere Informationen zur Impfung gegen Humane Papillomaviren (HPV) erhalten Sie hier.
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