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KHK-Therapie: Stent hält das Gefäß offen



Bei einer koronaren Herzkrankheit (KHK) bietet sich unter bestimmten Voraussetzungen ein Stent an. Ein Stent ist ein kleines röhrenförmiges Metallgitter. Diese Gefäßstütze wird mithilfe eines Herzkatheters in verengte Gefäße eingesetzt, um sie aufzuweiten oder einen erneuten Verschluss zu verhindern.

Inzwischen gibt es Gefäßstützen, die Medikamente in das Gefäßinnere abgeben. Dadurch soll ein übermäßiges Wachstum der Gefäßinnenhaut verhindert werden, welches zum erneuten Verschluss führen könnte. Ein mit entzündungs- und wachstumshemmenden Medikamenten beschichteter Stent heilt allerdings schlechter als unbeschichtete Stützen in die Gefäßwand ein.

Grafik: Einsetzen eines Stents © vitapublic GmbHHerzkatheter (PDTA): Wenn die Ballondilatation nicht ausreicht, hält der eingesetzte Stent das Gefäß offen

Stent: medikamentenbeschichtet oder nicht?

Nach einer anfänglichen Euphorie über die bahnbrechende Weiterentwicklung der Stent-Technik sind deshalb kritische Stimmen laut geworden. Forscher haben herausgefunden, dass Patienten mit medikamentenbeschichteten Stents öfter einen Herzinfarkt erleiden oder am plötzlichen Herztod sterben als Patienten mit einem unbeschichteten Stent. Verantwortlich dafür sind Thrombosen, also Gerinnselbildungen in den Herzkranzgefäßen, die Monate nach dem Stent-Einsatz auftreten. Deutsche Herzspezialisten empfehlen aus diesem Grund, bei einer Stent-Implantation künftig sorgfältig abzuwägen, welcher Patient voraussichtlich von einer Medikamentenbeschichtung profitieren wird und für wen sie zu gefährlich ist.

Fest steht: Wenn ein medikamentenbeschichteter Stent eingesetzt wird, muss der Herz-Patient noch mindestens ein Jahr lang gerinnungshemmende Medikamente (Clopidogrel, ASS) einnehmen.
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