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Schuppenflechte (Psoriasis)



Bild einer Schuppenflechte am Ellenbogen.
© Shutterstock
Die Schuppenflechte (Psoriasis) ist eine nicht ansteckende Haut- und Systemerkrankung, deren Ursprung in einem multifaktoriellen Geschehen mit erblicher Komponente gesehen wird. In Deutschland leiden zirka zwei bis drei Prozent der Bevölkerung an Psoriasis. Jeder fünfte Patient mit Schuppenflechte hat zusätzlich Gelenkbeschwerden. Die chronische Erkrankung tritt unabhängig von Hautfarbe oder ethnischer Zugehörigkeit auf.

Vorgänge im Körper

Bei einem gesunden Menschen erneuert sich die Oberhaut innerhalb von etwa 26 Tagen. Während dieser Zeit bilden sich neue Hautzellen, und die alten werden nahezu unsichtbar abgestoßen. Bei der Schuppenflechte ist dieser Prozess aufgrund einer Verhornungsstörung der Haut stark beschleunigt: Die Oberhaut erneuert sich an den betroffenen Stellen binnen weniger Tage, Zellen teilen sich rasend schnell, als Folge schuppt und verdickt sich die Haut. Es zeigen sich typische Haut- oder Nagelveränderungen, beispielsweise scharf begrenzte gerötete Areale mit silbriger Schuppung.

Man geht davon aus, dass es sich bei der Schuppenflechte um eine komplizierte Immunreaktion handelt. Eine wichtige Rolle spielen dabei bestimmte Zellen in der Haut, darunter T-Lymphozyten (T-Zellen) und Makrophagen, sowie einige Signalstoffe wie der Tumornekrosefaktor alpha. Zusammen sind sie alle in einem komplizierten Netz von Signalwegen verflochten. Die Immunreaktion lässt die Haut mit einer Entzündung reagieren und steigert dabei die Teilungsrate der Hautzellen. Das führt zu den typischen Hauterscheinungen der Schuppenflechte.
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